Grundschule am Berg

Wir forschen gerne im Unterricht

Alle unsere Versuche halten wir in unseren Forschertagebüchern fest. Dabei kommt es noch nicht so sehr darauf an, dass unsere Erst- und Zweitklässler die Ergebnisse wissenschaftlich festhalten. In 1. Linie soll das Forschen Freude am Entdecken und Ausprobieren wecken. Die Kinder sollen lernen im Vorfeld zu überlegen, was passieren könnte (Vermutungen anstellen) und erfahren, dass Vermutungen nicht immer zutreffen. Dass das auch in der Wissenschaft so ist, dass nicht immer das eintritt, was erwartet wird. Dass dies keine Fehler sind!!!

Das Aufschreiben und Aufmalen des Erlebten dient zum Einen als Zusammenfassung der Versuche, soll die Kinder ermuntern, mit ihren Familien die Versuche noch einmal zu reflektieren oder ggf. noch einmal durchzuführen bzw. weiterzuführen. Zum Anderen ist dies auch stets ein echter Schreibanlass, zu dem die Kinder nach und nach immer besser das Verschriften üben.

 

Hier könnt ihr einige unserer Versuche sehen.

6. Experiment:

Wir haben eine Rohrleitung aus Trinkhalmen gebaut.

             

Das steckt dahinter:

Das Rohrleitungsstück außerhalb des Eimers ist länger als das Stück im Eimer. Daher kann außen, also in dem längeren Teil der Leitung, mehr Wasser sein als im kurzen Teil der Rohrleitung, das in den Eimer ragt. Außerdem endet das äußere Rohrleitungsstück unterhalb des Wasserspiegels. Saugt man nun an der Rohrleitung,  so entsteht in ihr ein Unterdruck, und das Wasser wird aus dem Eimer in die Rohrleitung gedrückt. Sobald das Wasser in der Rohrleitung über die Eimerkante kommt, fällt es in dem langen Rohrleitungsstück nach unten. Das hat dieselbe Wirkung wie das Saugen – immer neues Wasser wird in die Rohrleitung gedrückt.

Deshalb ist es interessant:

Dieser Trick heißt „Saugheber-Effekt“ – ganz klar, denn das Wasser wird aus dem Eimer gesaugt und dafür erst einmal hochgehoben.

Normalerweise kommt Flüssigkeit nur aus einem Behälter, wenn man diesen umkippt und so den Inhalt ausschüttet. Mit einem Saugheber kann Flüssigkeit ganz einfach mit einem Schlauch herausgeholt werden. Man kann damit z.B. ein großes Aquarium mühelos ausleeren. Dazu wird einfach ein Schlauch hineingehängt. Das andere Schlauchende muss tiefer und über einem Eimer hängen. Einmal angesaugt, fließt das Wasser aus dem Aquarium in den Eimer hinein. Das mühsame Schöpfen von Hand ist überflüssig.

5. Experiment:

(Klickt auf das 1. Foto! Dann startet die Bildershow. Wenn es euch zu schnell geht, klickt unter dem Bild auf "Stopp Bildershow". Nun könnt ihr euch selber langsam durch die Bilder klicken.)

Wir haben Trinkhalm-Raketen gebaut

Dazu haben wir das Ende eines dicken Strohhalmes mit Knete verschlossen. Dann haben wir den dünnen Trinkhalm zwischen die Lippen genommen, den dicken darauf gesteckt und kräftig in den dünnen Trinkhalm gepustet. Dadurch entsteht darin Luftdruck, der die Trinkhalm-Rakete schnell immer weiter nach oben drückt, um Platz zu schaffen. Daduch erhält die Rakete so viel Schwung, dass sie eine ziemliche Strecke fliegt, bis sie auf dem Boden aufkommt.

 

4. Experiment:

(Klickt auf das 1. Foto! Dann startet die Bildershow. Wenn es euch zu schnell geht, klickt unter dem Bild auf "Stopp Bildershow". Nun könnt ihr euch selber langsam durch die Bilder klicken.)

 

Geheimschriften - eine tolle Sache!

Wir haben mit einer weißen Kerze eine geheime Nachricht oder ein Bild auf ein weißes Blatt gemalt. Nur wenn man weiß, dass sich eine geheime Nachricht auf dem Papier befindet, kann man es erkennen. Ansonsten kann man diese Papier ganz offen mit sich herumtragen. Um diese Botschaft dann aber sichtbar zu machen, mussten wir es nur mit einer dünnen Schicht Wasserfarbe übermalen.

Das steckt dahinter:                                                                                                                                 Wachs ist ein ganz hartes Fett, und Fett stößt Wasser ab. Deshalb kann die Wasserfarbe das Wachs nicht benetzen und färben. Die gewachsten Stellen bleiben daher weiß und man kann die Botschaft oder das Bild gut erkennen.


3. Experiment:

(Klickt auf das 1. Foto! Dann startet die Bildershow. Wenn es euch zu schnell geht, klickt unter dem Bild auf "Stopp Bildershow". Nun könnt ihr euch selber langsam durch die Bilder klicken.)

Wie können wir schwere Dinge transportieren? - Mit Köpfchen und wenig Kraft!!!

Dies konnten wir bei unserem 3. Experiment herausfinden.

Dass wenige Kinder einen Mitschüler - samt Kiste - ohne Kraftanstrengung fortbewegen können...???                                                                                                                                           Die Bälle verminderten die Reibung (diese hatten wir zunächst mit dem Schieben einer leeren Kiste über den Boden deutlich hörbar gemacht), denn die Kiste lag nun nicht mehr mit ihrem gesamten Boden auf, sondern hatte nur an einigen wenigen Punkten mit den Bällen Kontakt, die wiederum mit einem kleinen Teil ihrer Oberfläche mit dem  Boden in Kontakt waren.

Übrigens funktionieren Kugellager nach dem gleichen Prinzip, nur dass man die Kugeln hier zwischen 2 Metallringen "gebändigt" hat. So können sie nicht, wie bei unserm Versuch, wegrollen.

 

2. Experiment:    

(Klickt auf das 1. Foto! Dann startet die Bildershow. Wenn es euch zu schnell geht, klickt unter dem Bild auf "Stopp Bildershow". Nun könnt ihr euch selber langsam durch die Bilder klicken.)

Bei diesem Experiment wollten wir wissen, was Karies mit Zähnen macht.

Die Eierschalen bestehen aus Kalk (ähnlich wie unsere Zähne). Karies entsteht, weil sich Millionen von Mikroben in unserem Mund befinden. Nur mit fleißigem Zähneputzen gelingt es uns, sie in Schach zu halten. Ein paar von ihnen  "verspeisen" den lieben langen Tag unseren Zahnbelag. Dabei scheiden sie Säuren aus, die unsere Zähne angreifen. Vor allem Süßigkeiten liefern einen idealen Nährboden für die hungrigen Bakterien.

Dass Säuren Kalk angreifen, konnten wir bei unserem Experiment ganz deutlich sehen. Schon nach einem Tag begann sich das Kalk der Eierschale in der Essigsäure aufzulösen. Nach 4 Tagen war nur noch die Eihaut übrig.

Wasser allein dagegen kann unseren Zähnen - äh! Eierschalen - nichts anhaben.



erstellt: www.altglienicke.de